Erlerne die Fähigkeit, die Cristiano Ronaldo an die Weltspitze brachte
May 7, 2018

Erlerne die Fähigkeit, die Cristiano Ronaldo an die Weltspitze brachte

Cristiano Ronaldo ist unumstritten einer der besten Fussballer der Welt. Seine Dribblings sind koordinativ perfekt, er ist pfeilschnell, beidfüssig, agil und komplett durchtrainiert. Er erzielt Tore per Kopf, vom Elfmeterpunkt aus oder trifft aus der Distanz. Ein Wunderknabe. Ein Gewinner, ein Champion – ein Erfolgsmensch!

Kennst du Personen, die den Erfolg irgendwie anziehen? Sie schaffen es sich ohne Schwierigkeiten gesund zu ernähren, regelmässig zu trainieren, sehen super aus und absolvieren diese Dinge mit Spass und einer unglaublichen Lockerheit. Wenn du auch zu diesen Menschen gehörst, möchte ich dir gratulieren – du besitzt die Fähigkeit der Gewinner.

Vielleicht zählst du aber auch zu den Menschen, welche seit Jahren gute Vorsätze auf ein Papier kritzeln, grosse Ziele stecken, aber leider nie bis zum Schluss durchziehen.

Was unterscheidet diese Menschen? Welche Fähigkeit ist ausschlaggebend um erfolgreich zu sein und noch viel interessanter wäre zu wissen, ob man diese Fähigkeit erlernen kann...oder?

Genau diesen Fragen möchte ich in diesem Blogbeitrag auf den Grund gehen.

 

Die Erfolgsfähigkeit

 

Der Schlüssel zu Glück und zu Erfolg lautet: Selbstdisziplin!

 

Vielleicht verbindest du mit Selbstdisziplin jedoch nicht unbedingt das Wort Erfolg, sondern viel mehr schwirren dir Dinge wie Anstrengung, Drill, kein Spass und Härte durch deinen Kopf. Nachdem du diesen Blog zu Ende gelesen hast, wird das hoffentlich anders sein.

 

Doch was versteht man eigentlich unter Selbstdisziplin? Wir sprechen hier von der Fähigkeit Dinge anzupacken und diese über eine lange Zeit durchzuziehen. Ich selbst würde sogar behaupten, dass Selbstdisziplin wichtiger ist als Intelligenz und Talent, um erfolgreich zu sein.

 

Du musst verstehen, dass Selbstdisziplin nicht angeboren oder vererbt wird. Diese Fähigkeit kannst du dir aneignen. Du kannst Sie trainieren wie ein Muskel.

 

Erfolgreiche Menschen scheinen nonstop diszipliniert zu sein. Doch entspricht das tatsächlich der Realität? Die Antwort lautet: NEIN! Willenskraft ist ein unbeschreiblich starker Muskel, der Berge versetzen kann. Doch das Problem ist, dieser Muskel verfügt über keine Ausdauer. Im Krafttraining würde man von einem «Fast-Twitch-Muskel» sprechen. Ein Muskel der über einen kurzen Zeitraum eine enorme Kraft aufbringen kann, jedoch sehr schnell ermüdet. Aber wie ist es jetzt möglich, dass Erfolgsmenschen konstant die Willenskraft hochhalten und diszipliniert sein können, wenn die Leistung rapide schnell abnimmt?

Das Geheimnis der 66 Tage

 

Das Geheimnis lautet Gewohnheit!

 

Es gibt diverse Studien, die belegen, dass wir ca. 66 Tage benötigen, um aus einer Sache eine Gewohnheit zu machen. Ich gebe dir ein Beispiel: Fast täglich werde ich von Menschen gefragt, wie ich es schaffe mich ständig ausgewogen und gesund zu ernähren. Was mein Geheimnis ist, um mehrmals pro Woche harte Trainingseinheiten zu absolvieren. Die Antwort lautet wieder: Gewohnheit.

 

Als ich mich entschied, ein gesundes Leben zu führen, auf meine Gesundheit zu achten und meinen Körper so leistungsfähig wie nur möglich zu halten, benötigte ich Selbstdisziplin und Willenskraft. Ja, es war am Anfang ein Kampf. Die ersten Trainingseinheiten waren nicht cool. Man ist unsicher, hat Muskelkater, muss sich immer wieder aufs Neue aufraffen. Doch nach 66 Tagen wurde der Kampf zur Gewohnheit. Mir wurde bewusst, dass mein Kopf in der Lage sein muss, meinen Körper zu kontrollieren. Selbstdisziplin ist nichts anderes, als die Macht über sich selbst zu haben.

 

Erfolgreiche Menschen setzen sich also ein Ziel – Etwas dass sie verändern möchten. Dieses Ding verfolgen sie 66 Tage mit höchster Selbstdisziplin und Willenskraft. Nach 66 Tagen ist die Sache zur Gewohnheit geworden, sie benötigen dafür keine Willenskraft mehr. Was als mühsam und anstrengend galt, wurde zur (Tages-)Routine.

 

Du wirst dir jetzt denken, das ist um einiges einfach gesagt als getan. Richtig. Aber ich werde dir Schritt für Schritt erklären, wie du Selbstdisziplin erlernen kannst. Auch wenn du dich selbst vielleicht als absolut undiszipliniert bezeichnen würdest, entspricht das vermutlich nicht ganz der Realität. Denn du hast gewisse Abläufe in deinem Alltag bereits unbewusst, durch deine Disziplin automatisiert.

 

Drei Faktoren sind entscheidend, ob du Disziplin aufbringst oder nicht.

 

1. Spass! Es handelt sich um etwas, was dir Freude bereitet. Zum Beispiel dein Hobby.

2. Gewohnheit! Dinge die für dich alltäglich geworden sind – beispielsweise, dass du am Morgen aufstehst.

3. Ersichtlicher Grund! Dir ist bewusst, weshalb du etwas tust. Hier könnte man das Zähneputzen erwähnen.

Step by Step Anleitung zur Selbstdisziplin

 

1. Du brauchst einen klaren Grund – ein genaues Ziel!

 

Wie schafft es Cristiano Ronaldo der Erste zu sein, der auf dem Trainingsplatz erscheint und nach dem Training den Platz als Letzter zu verlassen? Cristiano hat ein Ziel! Ein klares Ziel, welches ihn antreibt. Er will der beste Spieler der Welt sein. Ronaldo hat begriffen: Je grösser ein Ziel ist, umso härter muss man dafür arbeiten.

Ein anderes Beispiel: Warum sind so viele Schüler in der Schule unmotiviert? Ihnen fehlt ganz einfach der Grund, warum sie Matheformeln auswendig lernen sollen.

 

2. Übernimm dich nicht!

 

Ist die Willenskraft einmal da, wollen viele Menschen in diesem Moment gleich ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Doch wie du weisst, hält die Willenskraft nicht all zu lange an. Also konzentriere dich nur auf eine einzige Sache! Du kannst nicht 10 Dinge auf einmal verändern.

 

3. Planung ist King

 

Bevor du loslegst, stelle dir gewisse Fragen, um dich auf die kommende Herausforderung vorzubereiten. Was benötigst du um dein Ziel anzugehen? Was musst du vielleicht wissen? Was musst du können? Wie muss dein Umfeld aussehen? Visualisiere! Plane auch, wie du mit Rückschlägen umgehen wirst.

 

4. Bleib realistisch!

 

Wie viele Personen lösen im Januar ein Abo im Fitnesscenter und wollen durchstarten? – Die Willenskraft ist da. 4-5 Trainings pro Woche – Vollgas! Dieses Szenario ist jedoch bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Beginne in kleinen Schritten.

 

Vielleicht startest du mit 5 Liegestützen und 20 Kniebeugen vor dem Schlafen gehen. Dann gehst du 1-2 Mal pro Woche ins Studio. Sobald diese 1-2 Trainingseinheiten zur Gewohnheit geworden sind, kannst du den nächsten Schritt in Angriff nehmen und ein weiteres Training einbauen. Bleib also realistisch und übernimm dich nicht! Du wirst dich fitter fühlen, optisch besser ausschauen und diese kleinen Fortschritte werden dich antreiben, um noch mehr erreichen zu wollen.

 

5. Der Zeitpunkt als entscheidender Faktor

 

Finde heraus wann du am leistungsfähigsten bist. Ein Morgenmuffel sollte vielleicht nicht in den frühen Morgenstunden im Fitnessstudio trainieren. Stelle dir die Frage wann du am produktivsten bist und nutze dieses Zeitfenster um für dein Ziel zu arbeiten.

 

6. Trickse dich selbst aus

 

Du schaust in den Kühlschrank und vor dir liegen ein Schokoriegel und eine Orange. Wie würdest du dich entscheiden? 99% der Menschen würden wohl den Schokoriegel wählen – das ist absolut menschlich. Doch was würde passieren, wenn du den Kühlschrank öffnest und nur die Orange dort liegen würde? Du hättest dir die Entscheidung von selbst abgenommen. Also entferne möglichst alle Dinge, welche dich von deinem Ziel abhalten könnten.

 

7. Verpflichte dich!

 

Erzähle möglichst vielen Menschen von deinem Ziel. Alle sollen davon erfahren. Stelle zum Beispiel ein Video auf eine Social Media Plattform. Der «öffentliche Druck» wird dich an Tagen wo du müde bist antreiben, trotzdem ins Training zu gehen. Denn du willst ja nicht als «Schwätzer» betitelt werden. Durch diese Aktion wirst du auch schnell merken, wer deine wahren Freunde sind. Wer motiviert dich und treibt dich an und wer versucht dich von deinem Ziel abzuhalten?

 

8. Vermeide Perfektion - belohne dich!

 

Du kannst nicht 24 Stunden, 7 Tage die Woche vollmotiviert und fokussiert durchziehen. Also gönne dir auch einmal etwas. Gehst du regelmässig zum Training? Dann belohne dich beispielsweise jeweils am Sonntag mit einer Massage.

 

9. Wer könnte dir helfen?

 

Stell dir die Frage: «Gibt es vielleicht jemand, der mein Ziel bereits erreicht hat?» Vergiss nicht, jeder Meister war einmal ein Anfänger. Also wer könnte dir vielleicht die ersten Schritte zeigen und seine Erfahrungen mit dir teilen? Finde eine solche Person!

 

10. Zieh durch!

 

Es wird nie jemand fragen warum du dein Ziel nicht erreicht hast – es interessiert niemanden! Deine Ausreden will kein Mensch hören! Aber wenn du an deinem Ziel angekommen bist, wird es viele Menschen geben, welche dich fragen werden WIE du es geschafft hast. Also zieh es verdammt nochmal durch!!!

 

Egal welches Ziel dich antreibt, ich glaube fest an dich und will deine Erfolgsstory bald hören! Good luck Champ!