3 Dinge die dein Leben von heute auf morgen zu 100% zum Positiven verändern werden!
January 18, 2019

3 Dinge die dein Leben von heute auf morgen zu 100% zum positiven Verändern werden!

 

Ich habe bereits ein paar Blogartikel verfasst, jedoch würde ich Diesen als „wertvollsten“ bezeichnen. Mir ist durchaus bewusst, dass im Zeitalter des (Smartphone-) scrollen, mit Bildern und Videos, das klassische Lesen keine Freudensprünge mehr verursacht. Um so mehr schätze ich es, wenn du diesen Text tatsächlich bis zum Ende liest (Solltest du nur ganz wenig Zeit mitbringen, dann starte mit dem Lesen am besten bei „Die 3 kraftvollsten Dinge“).

 

Dieser Blogartikel dreht sich einmal nicht spezifisch um Fussball. Unsere Trainingslehre ist zu 98% erforscht und wir überlegen uns vielleicht aktuell, ob es für die „Ermüdungsresistenz“ ein geeigneteres Wort geben könnte, wie viele Serien ich für den gewünschten Trainingseffekt durchführen sollte und welche Pausenzeiten dafür wohl am idealsten wären. Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Jahren im Fussball sehr viel Aufmerksamkeit dem geschenkt wird, was „zwischen unseren Ohren passiert“. Denn hier sind wir noch weit, weit, weit....ja sogar sehr weit weg von 98%.

 

Oft frage ich mich, was in gewissen Menschen auf diesem Planeten vorgeht, wenn ich ihr Verhalten im Alltag beobachte. Vor ein paar Jahren habe ich vielleicht darüber gelästert, mich fürchterlich aufgeregt oder einfach nur den Kopf geschüttelt. Noch ein paar Jahre zuvor, habe ich in gewissen Situationen vielleicht sogar genau gleich gehandelt...

 

In einem Monat durch Vietnam

 

Um dir veranschaulichen zu können wovon ich spreche, möchte ich dir von meiner Reise durch Vietnam erzählen. Einen Monat bin ich mit meiner Freundin zusammen vom Norden in den Süden gereist. Keine Angst, das wird keinen Reiseblog werden. Ich möchte dir anhand von Beispielen aufzeigen, wieso gewisse Menschen ein unglaublich hartes, schweres und undankbares Leben führen müssen und anderen irgendwie einfach alles „zuzufliegen“ scheint.

 

Vor unserer Reise haben meine Freundin und ich darüber gesprochen, dass wir möglichst jeden Moment (vor allem die schönsten Momente) ganz bewusst wahrnehmen möchten. Wir haben unbeschreibliche Sonnenuntergänge beobachtet, die spektakulärsten Höhlen der Welt gesehen, das feinste Essen konsumiert, die wunderschönste Flora und Fauna begutachten können, sind an Traumstränden gelegen, durften Orte abseits von jeglichem Tourismus ausfindig machen und haben uns sehr intensiv mit der Geschichte des Landes auseinander gesetzt. Wenn du dir vor nimmst Momente ganz bewusst wahrzunehmen, fällt dir natürlich um so mehr auf, wenn andere Menschen genau das Gegenteil tun.

Halong Bay, Vietnam

Wie oft konnten wir sehen, dass Menschen, wunderschöne, einmalige Momente nur durch das Display ihres Handys wahrgenommen haben. Sie waren so sehr damit beschäftigt, „das perfekte Foto“ zu schießen, dass sie das „wahre Wunder“ gar nicht – oder eben nur durch das Handy einfangen konnten. Wer sieht diese Fotos schlussendlich? Mal abgesehen davon, dass du diese magischen Momente sowieso nicht mit einem Foto einfangen kannst, denn die Bilder können nie beschreiben, was du effektiv gesehen hast. Kennst du dieses Gefühl? Oder wann warst du das letzte Mal auf einem Konzert? Was passiert, wenn der Künstler die Bühne betritt? So gut wie jeder Person im Raum hält das Handy nach oben und filmt. Am Schluss hat man die besten Momente des Konzertes durch ein Smartphone wahrgenommen. Weshalb? Nur um den „Followern“ zu zeigen, dass man am Konzert war? Weshalb, meiner Meinung nach, so viele Menschen genau dieses Verhalten an den Tag legen werde ich dir zu einem späteren Zeitpunkt erläutern.

 

Der Vietnamkrieg und Touristen

Ich möchte hier nicht spezifisch auf die Kriege in Vietnam eingehen, aber natürlich besucht man in Vietnam auch die Musen, die Chi Chu Tunnels usw. Da ich mir das Ganze bereits vor einigen Jahren angeschaut hatte, wusste ich was uns erwarten würde. Mir gingen die schlimmen Fotos und die ganze Geschichte rund um den Vietnamkrieg nie mehr aus dem Kopf. Auch bei meinem zweiten Besuch, war ich einfach nur schockiert über die Grausamkeit dieser Historie. Doch ich musste feststellen, dass eine große Anzahl Personen vieles ein wenig anders wahrnahm als wir. Ich sah Menschen, welche sich gegenseitig nach dem Besuch des Kriegsmuseums mit Militärhelmen und Anzügen in Kriegsposen ablichten ließen. Personen die an Orten wo mehrere100`0000 Menschen ihr Leben verloren haben und wo an Grausamkeit kaum zu überbieten sind, es für lustig empfanden an Panzern herumzuturnen, Selfies mit Kriegsmaterial zu schießen und sich mit nachgestellten Guerillakämpfern„ amüsant“ ablichten zu lassen.

Der Höhepunkt war jedoch eine Shootingranch, wo die Besucher auf dem Schlachtfeld mit Pistolen und Maschinengewehren herumballern konnten. Am selben Ort, wo Menschen durch genau diese Schusswaffen getötet wurden...weshalb dass an einem solchen Ort überhaupt eine solche „Attraktion“ angeboten wird, ist mir bis jetzt unklar. Doch die Gründe weshalb sich ein Großteil der Touristen so verhalten hat, liegen am selben Ort, wie bei der „Geschichte mit dem Handy“... dazu später mehr.

 

Der Plastik-Ozean

 

Die meisten Leser wissen, dass ich keinen Fernseher zu Hause habe. Doch was ich immer wieder ab und zu mache ist, dass ich mir Dokumentationen auf Netflix ansehe. Falls du die Möglichkeit hast, schaue dir doch die Dokumentation „Plastic Ocean“ an.

Wir durften zum Abschluss unserer Reise auf der Insel Phu Quoc an einem Traumstrand die Sonne genießen. An einem Tag zog ein Sturm auf und die Wellen brachten unbeschreiblich viel Plastikmüll an den Strand. Sechs Angestellte waren am nächsten Tag damit beschäftigt, mit einer Schubkarre, Stofftaschen und den bloßen Händen, den Strand so wie das Wasser irgendwie wieder sauber zu bekommen. Auf den Knien robbten sie auf dem Boden herum und sammelten den Plastik auf, während die Hotelgäste auf ihren Strandliegen lagen. Ein paar Gäste machten Fotos von den Arbeitern, andere rauchten eine Zigarette und warfen sie auf den Boden, wo gleichzeitig eine Frau vor ihnen auf den Knien versucht den Müll aufzusammeln. Es dunkelte langsam ein und die Touristen standen auf, ließen das vom Hotel zur Verfügung gestellte Badetuch auf ihrem Liegestuhl liegen - genau wie der persönliche Abfall im Sand.

Beim Buffet überluden die selben Personen ihre Teller, hamsterten das Essen und ließen schließlich die halbe Portion auf den Tellern liegen, bevor sie den Tisch, ohne die Cola auszutrinken, verließen. Ein paar der Gäste bestellten noch einen Kaffee, waren jedoch nicht bereit drei Minuten dafür zu warten. Ihren Frust über die Wartezeit zeigten sie dem extrem freundlichen und zuvorkommenden Personal jedoch unmissverständlich. Auch hier ist das Verhalten der Menschen wieder auf die selbe Ursache zurückzuführen...

 

Die kraftvollsten drei Dinge

 

Ich möchte betonen, dass es sich hier nur um meine eigene Wahrnehmung handelt und du natürlich eine komplett andere Auffassung der Dinge haben kannst. Weiter könnten ein paar meiner Aussagen ev. ein wenig komisch oder verwirrend auf dich wirken...

 

Sind diese Personen, welche ich in den Beispielen erwähnt habe grundsätzlich böswillig? Ich denke nicht. Jedoch glaube ich, dass alle diese „negativen Storys“ meiner Meinung nach den selben Ursprung haben - (Un)BEWUSSTSEIN, VERANTWORTUNG UND DANKBARKEIT!!! Alle die oben erwähnten Menschen handeln unbewusst. Was ich damit meine, möchte ich dir anhand eines kurzen Beispiels verständlicher erklären:

Die Bäume sind verantwortlich dafür, dass wir atmen können. Was Bäume ausatmen, atmen wir ein und was wir ausatmen, atmen die Bäume wieder ein. Wenn uns dieser Vorgang bewusst ist, muss man den Menschen dann sagen, dass es mehr Sinn macht einen Baum zu pflanzen als einen Baum zufällen? Wohl kaum...

 

Wenn den Menschen im ersten Beispiel mit dem Handy bewusst wäre, dass sie durch das Smartphone den eigentlichen Moment gar nicht richtig wahrnehmen und es sich nicht lohnt für Social Media diesen Moment zu verpassen, würde dann jemand das Handy hervor nehmen? Je bewusster ein Mensch ist, umso kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass er in einem solchen Moment, dieses Gerät in seine Hand nehmen wird. Denn er ist sich bewusst, dass nur „hier und jetzt“ zählt. Es existiert nichts anderes außer dieser eine Augenblick. Er macht sich keine Gedanken, ob er mit diesem Foto vielleicht ein Like auf Facebook bekommen könnte. Personen welche das nicht verstanden haben, werden immer unbewusst durch das Leben gehen und somit werden sie das Leben und seine Wunder nie erleben  können. Die meisten Menschen führen genau deshalb kein erfülltes Leben – sondern ein Drama. Denn durch ihr unbewusstes Leben, werden sie von ihrer Stimme im Kopf „versklavt“. Alle ihre Ängste, Zweifel usw. beziehen sich entweder auf ihre Vergangenheit oder die Zukunft – würden sie jedoch im Augenblick leben und diesen voll und ganz in sich aufnehmen, könnte das Drama bald ein Ende haben.

 

Dafür müssten sie jedoch „Verantwortung“ übernehmen. Wenn ich Verantwortlichkeit beherrsche, dann bin ich in der Lage bewusst zu reagieren. Die Verantwortlichkeit erstreckt sich über alles was man ist, was man nicht ist, was mit einem geschieht und was nicht mit einem geschieht. Kein Lehrer, kein Chef, keine Eltern, kein Freund und keine Freundin sind für ein Leben und das Glück einer Person verantwortlich – nur jede Person für sich selbst. Doch oft wird genau diese Verantwortung abgeschoben z.B. mit Aussagen wie „wegen meinem Chef bin ich...“. Wenn jemand jedoch bewusst lebt, dann übernimmt diese Person zu 100% die Verantwortung für ihr Leben. Ihr ist bewusst, dass das Streben nach Reichtum, materiellen Dingen – einfach alles was„ im Außen“ stattfindet, nie wahres Glück bringen kann und dass dieses Streben ein qualvoller Wettlauf ist, welcher kein Ende kennt - bis zu unserem physischen Tod. Sollte ich deshalb nicht danach streben? Nein – jedoch haben bewusste Menschen verstanden, dass wahres Glück und ein erfülltes Leben nur dann stattfinden können, wenn wir unseren Blickwinkel von „Außen“ nach „Innen“ verändern.

Wenn man also Verantwortung übernehmen soll, heisst das, dass man auf alles eingreifen kann was heute auf der Welt passiert? Auch hier lautet die Antwort „nein“. Aber man kann auf alles was passiert bewusst reagieren. Unsere Fähigkeit zu handeln ist immer begrenzt - unsere Fähigkeit bewusst zu reagieren jedoch nicht.

 

Ein Beispiel: Als ich die Leute am Strand den Müll aufsammeln sah, habe ich versucht die Situation bewusst wahrzunehmen. Das heißt: Meine Handlungsfähigkeit war begrenzt (denn ich kann unmöglich den gesamten Ozean vom Plastik befreien), doch ich hatte die Möglichkeit bewusst darauf zu reagieren. Also bin ich aufgestanden und habe den sechs Personen geholfen Zahnbürsten, aufgeweichte Flipflops, tote Fische, Kissen, Tüten, Strohhalme, Petflaschen usw. aufzusammeln.

 

Dass es jedoch nicht zu Verwirrung kommt, möchte ich an dieser Stelle einen berühmten Yogi namens Sadhguru zitieren, er sagt: „Verantwortung bedeutet nicht, sich die Last der ganzen Welt auf die Schultern zu laden. Sie bedeutet nicht, die Schuld für etwas auf sich zunehmen, was man getan oder nicht getan hat. Erst recht bedeutet sie nicht, in einem Zustand permanenten Schuldgefühls zu leben. Bei Verantwortung geht es schlicht und bedeutend darum, dass ich die Fähigkeit besitze bewusst zu reagieren. Wenn du beschließt, „ich bin verantwortlich“, dann besitzt du diese Fähigkeit, wenn du beschließt: „Ich bin nicht verantwortlich“ dann besitzt du sie nicht. So einfach ist das. Du musst lediglich erkennen, dass deine Verantwortlichkeit sich auf alles erstreckt, was du bist und was du nicht bist, auf alles was mit dir geschieht und was nicht mit dir geschieht.“

 

Was meint er damit: Wenn mir also bewusst ist, dass wir auf diesem Planeten ein Plastikproblem haben, möchte ich darauf bewusst reagieren. Das heißt mir würde es nie in den Sinn kommen, dass ich meinen Abfall am Strand liegen lasse. Doch ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Wenn ich in einem Laden einkaufen gehe, habe ich Stofftüten dabei, um z.B. das Gemüse einzupacken (Veggiebags – kosten so gut wie nichts und man kann Sie immer wieder verwenden). Ein weiterer Punkt wäre, dass ich darauf achte möglichst Glas statt Petflaschen zu benutzen oder auf Plastikstrohhalme zu verzichten. Ganz kleine Dinge, welche einen sehr großen Einfluss haben können.

 

Dieses Bewusstsein hat mich zum Beispiel auch zu einer pflanzlichen Ernährung gebracht (da ich nicht „ein Fass“ öffnen will, möchte ich hier nicht näher darauf eingehen). Wenn uns aber bewusst wird, dass wir mit unserem Geld jeden Tag wählen, welche Firmen, Konzerne, Regierungen wir unterstützen, dann würde doch kaum jemand Produkte von Nestlé konsumieren oder? (Informiere dich einmal welche Marken alle hinter Nestlé stecken, woher Nestlé zum Beispiel sein Trinkwasser bezieht usw.).

 

Ich könnte dir noch 1000 Beispiele aufzählen, wie wir mit mehr Bewusstsein unserem Planeten, unseren Mitmenschen und uns selbst eine unbeschreiblich große Hilfe leisten könnten.

 

Dankbarkeit als Schlüssel zu mehr Bewusstsein

 

Ich möchte mich hier auf keinen Fall als„perfekt, fehlerlos oder gar erleuchtet“ hinstellen – auf gar keinen Fall! Jedoch habe ich mir in den letzten Jahren ein immer größeres Bewusstsein angeeignet und ich möchte an dieser Stelle den magische Schlüssel dazu verraten: DANKBARKEIT! Dankbarkeit ist wohl eines der kraftvollsten Tools, welches ich je kennenlernen durfte. Seit Dankbarkeit eine Hauptrolle in meinem Leben spielt, hat sich alles wie von Geisterhand verändert. Seit ich für Dinge, wie das Aufwachen, das aus dem Bett steigen, den Wasserhahn aufdrehen, das Essen, die Natur, meine Beziehung usw. tiefste Dankbarkeit empfinden kann (nicht gespielt, sondern aus tiefstem Herzen), nehme ich alles auf der Welt viel bewusster war. Da unsere Außenwelt wie ein Spiegel auf uns wirkt, spiegelt sich die Dankbarkeit zurück. Zum Beispiel hatten meine Freundin und ich ein super Verhältnis zu den Angestellten in allen unseren Unterkünften. Weshalb? Weil wir mit einem Lachen herumgelaufen sind, alle Personen freundlich begrüßt haben, ihnen großen Respekt für ihre Arbeiten entgegenbrachten, nach dem Essen unser Geschirr zusammenstellten, die Strandtücher selbst aufräumten usw. – ganz kleine Dinge, welche „unbewusstes Handeln “ von „bewusstem Handeln“unterscheiden.

Um den Kreis zu schließen

 

Zu lange haben wir auf der Welt versucht, die Welt von „Außen“ zu gestalten und sie für uns perfekt zu machen. Vor mehreren Jahren hatte nicht einmal ein König diesen Komfort den wir heute zur Verfügung haben. Wir sind definitiv die Generation mit dem höchsten Komfort in der Geschichte der Menschheit! Doch sind wir auch die Glücklichste? Glücklich zu sein ist eine Entscheidung, die wir „in uns“ treffen - jeden Tag sind wir selbst zu 100% dafür verantwortlich. Je bewusster ich durch den Alltag gehe, je mehr Verantwortung ich für mich selbst übernehme und je mehr Dankbarkeit ich zeige – umso glücklicher werde ich sein! Wenn du als Trainer bewusst bist im Umgang mit deinen Spieler/innen, mit den Leuten in deinem Club und dir bewusst ist, dass die Arbeit vom Platzwart genau die selbe Anerkennung und Dankbarkeit verdient, wie die Arbeit des Präsidenten – dann bist du auf dem besten Weg..... nach „innen“ zu dir selbst.

 

...und die größte Dankbarkeit die du mir gegenüber erbringen kannst ist, wenn du diesen Text teilst oder Personen zukommen lässt, welche davon profitieren könnten. VIELEN HERZLICHEN DANK!